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Verweilen und Genießen im öffentlichen Raum

Eine Einladung zum Mitmachen!

Wir planen Interventionen zu Mobilität und Zugänglichkeit, denn Mobilität ist eine Grundvoraussetzung für ein selbstbestimmtes und eigenständiges Leben.

Mobilität bedeutet Zugang zu gesellschaftlicher Teilhabe. Sich durch die (Stadt-)Landschaft bewegen und in ihr aufhalten ist eine Form, in der Gesellschaft vorzukommen und wahrgenommen zu werden.

Unser aktuelles Projekt „Verweilspuren durch Neubau – Design for all im öffentlichen Raum“ setzt sich mit diesem Anspruch auseinander.

 

Wir werden im Juni passende „Verkehrstafeln“ aufstellen und laden ein, diese mit uns zu gestalten!

Eröffnung an der Ecke Stiftgasse Burggasse am Donnerstag, 2. Juni um 16 Uhr

Umzugsprozession in die Kaiserstraße – Ecke Neustiftgasse am Donnerstag, 9. Juni, 16 – 18 Uhr

weitere Verweilspurung in die Westbahnstraße bis zur Zieglergasse am Donnerstag, 23. Juni wieder von 16 bis 18 Uhr

Dazu gibt es

  • jede Menge Information und Parolen
  • eine Tanzperformance mit der Gruppe Herztanz
  • punkige G’stanzln, von Kurt Winterstein extra für dieses Spektakel verfasst
  • …………………… viele ernste Themen also und viel Spaß!

 

Der Hintergrund unserer Überlegungen

Der Bezirk Neubau ist geprägt von vielen und vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten und wird obendrein durch ein reichhaltiges gastronomisches Angebot belebt.

Das Image des Spittelbergs wie auch des 7. Bezirkes ist insgesamt „jung und dynamisch“.

Was für die einen höchst einladend und erfreulich ist, schafft für andere Barrieren. Beispielsweise sind Gehsteige mit Schanigärten stellenweise so stark zugebaut, dass ein Durchkommen mit Rollator oder Kinderwagen schwierig ist. Andere Zonen in Neubau wiederum werden vom Durchzugsverkehr dominiert. Somit ist konsum- oder verkehrsfreier öffentlicher Raum rar.

Mit unseren Interventionen weisen wir auf Ausschlüsse hin.

Wir fordern damit die Möglichkeit zur Kommunikation und das Recht, den öffentlichen Raum zu nutzen – nämlich so, wie es unseren Lebensvorstellungen und unseren Bedarfen und Bedürfnissen entspricht. Also auch das Recht auf Verweilen, auf konsumfreie Mußezeiten, auf Entschleunigung und nicht zuletzt auf Platz für weniger attraktive Fortbewegungsmittel. Denn die Stadt gehört auch denen, die vorübergehend Krücken brauchen und denen, die einen Rolli nutzen…

Darauf machen wir mit temporär eingesetzten Tafeln aufmerksam, die – ähnlich wie Verkehrszeichen, aber doch gut unterscheidbar – auf unsere Ansprüche als alte oder behinderte Menschen, als Langsame oder Bedächtige, als Kinder und Lasten Tragende und Erholungsbedürftige oder als Stadtflanierende und Genießende verweisen.

Gefördert aus dem Kulturbudget des Bezirks Neubau

Überblick über die Aktionen im Juni

Die Tafeln stehen von 2. bis 28. Juni im Bezirk Neubau.

Die genauen Orte geben wir demnächst bekannt. Als Termine könnt ihr euch schon vormerken:

Donnerstag 2.6., 16 – 18 Uhr: Eröffnung
Donnerstag 9.6., 16 – 18 Uhr: Umzug, Neuaufstellung, Performance
Donnerstag 23.6., 16 – 18 Uhr: Umzug, Neuaufstellung, Performance