wienerinnen aus verschiedensten herkünften

von juli bis november 2019 leiteten gudrun LENK-WANE und makaltouma diakité IBRAHIM MIKO das projekt

nachbarinnen in wien. frauen verschiedener lebensumstände, klassen und herkunft

wir fuhren gemeinsam zu von teilnehmerinnen vorgeschlagenen orten. die leitende teilnehmerin erzählt, warum diese stelle für sie eine wichtige ist,  

was sie an ihr interessant findet oder dort erlebt hat, warum sie den ort kennenlernen will usw.

so haben wir unterschiedlichste – individuell bedeutsame – plätze besucht.

wir haben nicht nur wien aus verschiedenen blickwinkeln kennen gelernt, sondern auch einander: wir redeten über dies und das – nicht zuletzt über fragen, die uns als frauen beschäftigen….

was wir gemacht haben IMG-20190816-WA0010

wir waren bei der deponie rautenweg, haben dort eine rundfahrt gemacht, die ziegen begrüßt und natürlich viel über die müllentsorgung in wien gehört. im kaffeehaus haben wir über umweltprobleme weiter diskutiert … aber auch dies und jenes voneinander erfahren.

der zweite „ausflug“ begann im stadtpark, bissl auf touristischen pfaden gewandelt … dann waren wir im 1. bezirk und haben uns anhand der arbeitsstellen einer teilnehmerin (ambulatorium für schwangerenhilfe, büro der ersten frauenministerin johanna dohnal) mit frauenpolitik – hier und anderswo – unterhalten.

irene zeigte uns das wohnprojekt, in dem sie lebt. wir diskutierten über baugruppe, wohnen insgesamt … und genossen die wunderbare aussicht von der dachterrasse.

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am 18.09.2019 beschäftigten wir uns weiter mit müll und fuhren zur müllverbrennung spittelau. … und wir fanden unerwartete orte…

 

es folgte das mistfest am wochenende um den 22.09.2019, veranstaltet von der MA48 … da waren wir auch dabei. wir haben festgestellt: in einer netten gruppe macht auch shopping-trubel spaß.

 

dalia organisierte an einem der letzten wunderbaren sommerlichen tag einen ausflug zu den blumengärten hirschstetten.  kleine gruppe, aber gute stimmung und viel interessantes durch die ökologisch ausgerichtete führung. und anschließend hochinteressante diskussionen im lauschigen kaffeehausgarten.

 

gleich zwei mal waren wir in der uno-city am donnerstag, 17.10.2019 fiel die führung aus, daher hat rouba dankenswerter weise im november einen weiteren termin organisiert. 

 

am freitag, 25.10.2015 waren wir im schloss schönbrunn – das war ein vorschlag von amneh. danke! den sonnigen nachmittag haben wir noch im park und im dortigen kaffeehaus genießen können. daneben sprudelten allerhand informationen…

 

… und schließlich wurde es politisch 😉artikel badeschiff

auf anregung von shireen ging’s ende oktober noch ins parlament.

danach zeigte uns shireen ihren arbeitsplatz – hier dominierte die kulinarik!!!

 

 

2 treffen handelten von unserem bezirk, dazu luden wir spezialistinnen ein.

 

am montag, 23.09.2019 erzählte dinah lepuschitz (wohnpartner) von der vorgeschichte des franz novy hofs (gemeindebauten zwischen gablenzgasse und koppstraße) und erläuterte anhand einer ausstellung, wie hier die frühere siedlung von armen menschen aussah. die siedlung wurde „negerdörfl“ genannt, weil „neger sein“ im wienerischen auch bedeutet, kein geld zu haben. (tja, der rassismus steckt tief in der sprache…)

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es ergaben sich viele fragen und neue themen. haben damals nur autochthone wiener*innen hier gelebt?

wie ist das mit ökonomischen verhältnissen und glück? … bis hin  IMG-20190923-WA0006zur wohnungspolitik in wien und wie man (nicht und nicht) zu einer gemeindewohnung kommt …

einig waren wir uns in einem punkt: das buffet, das amneh und sheren produziert haben, war einfach herrlich!

 

am mittwoch, 09.10.2019 führte uns gabi anderl durch das „jüdische  ottakring im 20. jahrhundert“.

gabi und ihre freundin irma (die im brunnenviertel wohnt) haben viel recherchiert, wie es menschen nach ihrer vertreibung durch die nationalsozialisten ergangen ist und berichteten, IMG_20191009_150452wo eine synagoge war oder ein warenhaus, das der (jüdischen) familie dichter gehörte. manches können wir auch nachlesen in dem buch

Jüdisches Leben in der Wiener Vorstadt – Ottakring und Hernals von Evelyn Adunka und Gabriele Anderl (Mandelbaum Verlag, 2013)

als wir danach gemütlich kaffee tranken, wussten wir noch nichts von der militäroffensive gegen das herkunftsland einiger teilnehmerinnen – viele verwandte leben noch dort und die sorgen sind groß…

wir haben auch erst später vom angriff auf die synagoge in halle/s erfahren.

 

es wird eine dokumentation geben!

treffen, geschichten und standpunkte werden in einer form festgehalten, die wir gemeinsam ausmachen. fotos? ein kleiner film? ein (foto-)buch?

 

gefördert durch die MA 57, frauenservicelogo grau orange