Was brauchen wir, wenn wir selbstbestimmt altern wollen?
Darüber wollten wir in Zusammenkünften im ersten Halbjahr 2026 in der Seeestadt genauer reden:
Was brauchen wir und was wollen wir tun, um uns diese Welt zu schaffen. Eine Umgebung, die uns nicht behindert (also weitgehend ohne bauliche Barrieren) und ein freundliches Umfeld, sprich eine gute Nachbarschaft. Denn wir sind nicht in allen Lebensphasen „autonom“ – wir brauchen auch Kontakt, manchmal Fürsorge, oft Austausch, mitunter einfache aber wichtige Hilfen ….
Eine Umfrage unter älteren Bewohner:innen der Seesstadt zeigt, dass die Wünsche nach Selbstängigkeit und Wirksamkeit im Alter einen hohen Stellenwert haben. Im übrigen sind die Vorstellungen vom guten Altern durchaus divers. Niemand will einsam sein, aber wie viel Rückzug wir brauchen, ist dann doch individuell und nach Lebenssituation sehr verschieden.
Entsprechend vielfältig waren die Themen bei den 9 Treffen.
Es gab eine Vielzahl interessanter Referate zu breit gestreuten Themen -> s. Rückblick.
Die Veranstaltungen wurden von 3 Seestädterinnen – Hilde, Marzia und Ruth – organisiert.
Das Projekt wurde von der Wiener Gesundheitsförderung – WiG im Rahmen des Programms „Gesunde Bezirke“ gefördert 
Abschlussbericht Gemütlich altern in der Seestadt mit aktiver Nachbarschaft
Conlusio: Wir wollen an den Themen dran bleiben
denn
Es geht um Würde in jedem Lebensalter und unabhängig vom Gesundheitslevel.
Gute Nachbarschaft ist nicht einfach da, sondern sie muss hergestellt werden.
Wissen um Ansprüche und professionelle Angebote ist hilfreich und soll laufend geteilt werden.
daher
könnt ihr euch gerne für weitere Aktivitäten melden! Mailt an , hier werden Anregungen aufgenommen bzw. weiter geleitet.
A K T U E L L
Senior:innen bitten zu Tisch
Wer macht mit bei Vorbereitung und Durchführung eines Festes in der Fußgängerzone Eva-Maria-Mazzucco-Platz / Simone de Beauvoir-Platz?
Das Motto wäre: Senior_innen bitten zu Tisch.
Zur Planung treffen wir uns am Dienstag, 7.7.2026 um 10.00 Uhr
im B.R.O.T.-Haus Hannah-Arendt-Platz 9.
Kontakte haben wir zu etlichen Kulturschaffenden, die Finanzierung könnte über das Nachbarschaftsbudget des Stadtteilmanagements erfolgen.
Weiterarbeit ist angedacht
Weitere Ideen und Einladungen findet ihr hier https://www.alterskompetenzen.info/interessensgruppen-in-der-seestadt/
Wir haben auch einige Hinweise auf Kleinprojekteförderungen haben wir zusammengestellt es geht was weiter
Weitere Vorschläge sind SEHR WILLKOMMEN !
RÜCKBLICK AUF DIE VERANSTALTUNGEN
Ruth hat eine kurze Rückschau präsentiert: Gemütlich altern mit aktiver Nachbarschaft – ein Überblick
Bei einer überraschend gut besuchten und spannenden Auftaktveranstaltung
mit 
MMaag Gunther Laher, Programmmanager und
Dr.in Julia Hoog, Gender Planning und Koordination „Schön Alt 2045“
haben wir unsere Wünsche und Bedürfnisse in die Stadtentwicklung eingebracht.
Ein paar Eckpunkte sind selbstverständlich:
Es braucht professionelle Hilfen, wenn wir krank sind. Da wollen wir aber mitbestimmen, wie diese Hilfen organisiert sind.
Und es braucht Strukturen, die gute gegenseitige Unterstützung ermöglichen, ohne dass wir uns oder unsere Umgebung überfordern, dh. wir brauchen Nachbarschaften, die auch Spaß und Freude am Zusammensein machen.
Folgende Schwerpunkte haben wir am 10.02.2026 vertiefend diskutiert
- Sportangebote: Thomas vom Turnverein Seestadt berichtete vom vielfältigen Angebot und von der Möglichkeit, selbst etwas anzubieten. Besonderes Interesse bestand in der Gruppe an Tänzen. Vielleicht wird es demnächst dazu neue Angebote geben?
Mehr auf https://www.turnverein-seestadt.at/
- Mobilität – Fußläufig ist nicht für alle gleich …
- Barrierren – auch in der Seestadt, die vordergründig barrierefrei ist
- Zukunftsperspektiven – Angebote zur Unterstützung in der Wohnung sind langfristig auch für die Stadt finanziell sehr viel günstiger als Heimunterbringung. Umdenken ist dringend geboten und soll vor allem in den Neubaugebieten greifen.
Bei einem weiteren Treffen Anfang März waren wir fast 30 Leute und haben angeregt diskutiert, wie (unterschiedlich !) wir uns das Leben in der Seestadt vorstellen.
Am 26.März gab es trotz des Sturms eine Menge interessierter Senior:innen, die sich einerseits über die Angebote des Fonds Soziales Wien (FSW), also über die Betreuungsangebote der Stadt informierten,
andererseits über die Betreuung der Caritas bzw. das Leben im „Betreuten Wohnen in der Seestadt“ und in der WG Melange. Hierzu waren eine Betreuerin und Mieter:innen anwesend.
Plakat – “Gemütlich altern” – 26.3.
Spannend war auch die Diskussion um ehrenamtliches Engagement von Jungen und Älteren und die Angebote von KISS (Schweiz), Zeitpolster und einem regionalen Betreuungsnetzwerk.
Die Organisationen sind verschieden, das Engagement dürfte überall sehr hoch sein. Hier zeigten sich die Vorzüge aktivierter Nachbarschaft sehr deutlich.
Protokoll 13.03.2026 – Einladung 26.3.2026
Wir werden älter – GANZ SICHER ! war das Motto Anfang April
Plakat – _Gemütlich altern_ – 14.4. mail
mit Inputs von Polizei, einer Seniorenassistentin und dem Vertreter einer Gruppe von ehrenamtlichen Senioren, die Senior:innen bei kleineren Problemen in handwerklichen Bereichen unterstützt. Dazu kam ein Einblick in „Erzählcafes“. 
Einen Überblick über die reichhaltigen Informationen findet ihr im Bericht VA_Gemütlich altern in der Seestadt_8.5.2026
Im Frühjahr gab und gibt es eine Menge Veranstaltungen rund um’s Altern.
Interessante Veranstaltungen April-Mai-Juni
Besonders hinweisen wollen wir auf den ORF Beitrag über die Senior:innen-WG Melange in der Seestadt
Am 8. Mai redeten wir im Yella Yella über
- die Aktivitäten des Trägervereins, vor allem warum das Institut für Alterskompetenten das Ehrenamt sehr kritisch sieht und bezahlte Arbeit im Alter – und sei es nur als Anerkennung – vorzieht (handout-2026-05-08)
- was Community-Nurses anbieten, was Gesundheitsberatung ist und wie sie von Pflegeberatung zu unterscheiden ist (auch, ob diese Unterscheidung aus unserer Sicht sinnvoll ist 😉 )
- was die MA 17 für alternde Menschen mit Migrationsgeschichte anbietet und was diese Magistratsabteilung überhaupt macht
- und schließlich noch einmal detaillierter über die Initiative Zeitpolster.
Am Donnerstag, 28.05.2026
hat Hilde die Ergebnisse der von älteren Seestädter:innen ausgefüllten Fragebögen (Gemütlich Altern in der Seestadt_Viele Themen) präsentiert und Ruth hat einen Überblick über die 8 Veranstaltungen gegeben.
Motto:
Wir üben schon mal Zukunft – und sind noch lange nicht fertig!
Außerdem hatten wir die Psychologin Christina Ristl und die Politiogin und Palliativexpertin Claudia Fupun zu Gast. Erstere referirete zu den Vorzügen positiver Altersbilder, Claudia Fupon hat nicht nur von ihrer Hospizarbeit berichtet, sondern auch Verbindungen zu einem möglichen Erzählcafe (zB. zu öffentlich verschwiegenen Themen) in der Seestadt hergestellt.
Plakat – “Gemütlich altern” – 28.5.
Altersbilder_Seestadt_2805_Ristl
Sollte dir positiv denken nicht liegen, ist das Buch „Ich möchte lieber nicht“ zu empfehlen: Lesevergnügen
Auswertung der Fragebögen_Präsentation_Hilde
Das – vorläufig letzte – organisierte Treffen war am 09.06. 2026
im B.R.O.T. Haus

GEMEINSCHAFT B.R.O.T. ASPERN
Hannah-Arendt-Platz 9
1220 Wien
Das Anliegen des Teams für diesen Termin
Herr Dr. Rudi Gabriel (ZVPÖ) informiert uns zum Thema „Soziale Sicherheit im Alter“.
Herr Mag. Dr. Gert Dressel spricht über „Alt sein und gut leben in der Nachbarschaft“. Er engagiert sich unter anderem in den Vereinen „Sorgenetz“ und „Achtsamer 8er“, einer erfolgreichen Initiative im 8. Bezirk. Als Mitinitiator zahlreicher Erzählcafés und weiterer Projekte für eine lebendige Nachbarschaft wird er aus seinem reichen Erfahrungsschatz berichten.
Und wir, die Organisator:innen dieser Veranstaltungsreihe? Wir möchten erfahren, wie die Initiative bisher angekommen ist und wie sie weitergeführt werden kann. Dafür brauchen wir Euer Feedback – und vielleicht auch Eure Unterstützung.
WIR BEDANKEN UNS FÜR DIE REGE BETEILIGUNG !
UND HOFFEN AUF WEITERE PRODUKTIVE ZUSAMMENARBEIT
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